DIE WINZER

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Weingut Sepp & Maria Muster: 25 000 Stöcke stehen in den Rieden von Sepp Muster und er kennt sie alle. Ein paar junge, „für die nächsten Generation“, und vielmehr alte, an denen seinHerz hängt. „Alte Stöcke haben mehr Substanz, alles was über 20 Jahren alt ist, wirkt kompakter, vielschichtiger. Diese Substanz muss in den Keller mitgenommen werdenund dazu gilt es das komplette natürliche System im Blick zu haben.“weiterlesen

Jörg Bretz: Jörg Bretz ist definitiv eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der österreichischen Weinszene. Das liegt nicht wirklich daran, dass er als Deutscher in Österreich arbeitet sondern hat seinen Grund vor allem darin, dass er sich den gängigen Herangehensweisen der Weinbereitung und Präsentation total verweigert. Jörg findet man bei keiner Rotweingala, und auch bei keiner Messe – die einzige Veranstaltung, die Jörg Bretz meines Wissens regelmäßig besucht… weiterlesen

Weingut Kåarriegel: „Der Patriarch war ein Pionier für Bioweinbau in der Steiermark“, erzählt Christof Heissenberger, während er ein paar Gläser auf den Holztisch stellt. Ganz entspannt dürfte das Verhältnis zwischen Heissenberger und dem Patriarchen, dem in der Zwischenzeit zur Legende gewordenen Franz Hirschmugl wohl nicht gewesen sein. Doch auch von Patriarchen kann man fraglos lernen…. … weiterlesen 

Judith Beck: In Gols tut sich was. Das ist in der Zwischenzeit zwar ein Dauerzustand, aber es tut sich vor allem was in Sachen Bio- und Naturwein. Eine der großen Protagonistinnen ist dabei Judith Beck, die vor Jahren den Familienbetrieb übernommen und ihn nicht nur an die Spitze der burgenländischen Rotweinwelt geführt hat, sondern ganz nebenbei auch das Potenzial marginalisierter Rebsorten wie Welschriesling, Neuburger und Sankt Laurent ausgelotet hat… weiterlesen

urban
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Matthias
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Lesehof Stagard: Knapp 1000 Jahre gibt es das Haus und wenn auch nicht sofort gekeltert wurde, so gibt es doch Aufzeichnungen, dass bereits Benediktinermönche Wein pflanzten und Marillen kultivierten. 1786 übernahm dann die Familie den Lesehof und seither wird ununterbrochen Wein gemacht. Urban Stagards Eintritt folgte im Jahr 2006, er übernahm von seinem Vater, der den schwedischen Namen hinter den Lesehof setzte… weiterlesen

Kloster am Spitz: Würde Purbach in der Nähe von Beaune liegen, müssten sich die Burgunder nicht schämen. Die leithabergischen Kalkschichten sind mindestens genauso dick wie diejenigen diverser Grand Crus und die Pinots und Chardonnays haben da wie dort Tiefe, Struktur, Kompaktheit, Vitalität, Reifepotenzial und noch ein paar Dinge mehr. Das Burgund könnte freilich auf die Tradition pochen, Thomas Schwarz, und damit sind wir beim Kern der Geschichte angelangt...weiterlesen

Matthias Warnung: Matthias Warnung maturierte 2007 und wechselte dann erstmal auf das Weingut von Markus Huber, der sich damals gerade in der Spitze der österreichischen Weinszene etabliert hatte. Nach ein paar Monaten beschloss er den Trampelpfad vieler österreichischer Jungwinzer weiter auszutreten und für ein paar Monate nach Neuseeland zu übersiedeln. Dort machte sich allerdings schnell Ernüchterung … weiterlesen

Herrenhof Lamprecht: Gottfried Lamprecht ist im wahrsten Sinne des Wortes ein eigenständiger Winzer. Schon seine Verortung ist ungewöhnlich. Seine Weingärten finden sich nicht unten an der slowenischen Grenze, im Herzstück des steirischen Weinbaus, sondern weiter oben im Norden, im steirischen Vulkanland – was nicht heißen soll, dass Weinbau dort nicht das gleiche traditionelle Fundament hat wie unten im Süden – es ist nur etwas bröckeliger und weniger bekannt…weiterlesen

Martin Muthenthaler
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Weingut Muthenthaler: Martin Muthenthaler ist eine beeindruckende Ausnahmeerscheinung in der Wachau, die zwar vermutlich die Region mit dem größten Potenzial in Österreich ist, wo sich aber in Sachen biologischer Weinbau eher wenig tut  und so bleibt es vorerst vor allem ihm und seinem langjährigen Freund und Kompagnon Peter Malberg überlassen, das Potenzial dieser definitiv beeindruckenden Region jenseits des konventionellen Weinbaus auszuloten…. weiterlesen

Weingut Jurtschitsch: Alwin Jurtschitsch und Stefanie Hasselbach haben Großes vor und seit der Übernahme von Alwins Vater und Onkeln hat sich am Weingut in Langenlois einiges getan. Zuerst war da die Umstellung auf Bio, ein Unterfangen, dass mit 70 ha anders zu bewerkstelligen ist als mit fünf (Die beiden möchten übrigens schrumpfen – im Moment sind es auch nur noch 62 ha). Daneben galt es einige Dogmen und Weine über Bord zu werfen und sich gleichzeitig auch neu zu positionieren… weiterlesen

Weingut WerlitschHinter dem Weingut Werlitsch verbirgt sich Ewald Tscheppe, der Bruder von Andreas und am Fuße des Langeggs gelegen. Über dem Hof ziehen sich die Rebreihen hoch und je nach Höhe und Boden werden sie entsprechend vinifiziert bzw. kategorisiert: von Ex Vero 1 bis Ex Vero 3. Das Langegg hat wie die meisten Lagen in Leutschach ein Fundament aus Opok, doch treten auf den Hängen über Ewalds Haus innerhalb dieses Fundaments relevante Unterschiede auf… weiterlesen

Birgit Braunstein: Das Gebiet um das Leithagebirge im Westen des Neusiedlersees ist seit einigen Jahren einer der Epizentren der österreichischen Weinszene. Mittendrinnen und zwar in Purbach hat Birgit Braunstein ihre Weingärten, insgesamt 22 Hektar, die sich vom Dorf (Chardonnay, WB) über 200 Höhenmeter hinaufziehen. Das man dabei fast zwangsläufig ans Burgund erinnert wird, hat mehrere Gründe… weiterlesen

Andreas Tscheppe
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Weingut Andreas Tscheppe: Eigentlich hatte ich ja die Weingärten vom Vater auf der Riegersburg. Aber da hat dann einiges nicht gepasst und eigentlich wollte ich sowieso etwas bei mir machen. Dann ist erstmal einiges schiefgegangen und kurz bevor ich alles hingeschmissen habe, dachte ich mir, jetzt starte ich nochmal so richtig durch.“Wie er das gemacht hat, kann man am besten am Krebskogel, einem eigentlich steinalten aber brachliegenden Weinberg ablesen…weiterlesen

Gut Oberstockstall: Selbst wenn die Weine des Weinguts von Birgit und Fritz Salomon nicht so gut wären, würde sich ein Besuch in Oberstockstall und in das dort befindliche Gut lohnen. Seit 1857 ist es in Familienbesitz, Hand an das Gut, die dazugehörende Kapelle, das Schloss wurde schon viel früher gelegt. Quer durch die Jahrhunderte wurde hier gebaut, vom frühen Mittelalter weg finden sich Spuren, hinein in die Renaissance und weiter ins Barock… weiterlesen

Weingut Sepp Moser: Seit Niki Moser das Weingut „Sepp Moser“ im Jahr 2000 übernommen hat, weht ein weltoffener, frischer Winddurch den inszwische Demeter-zertifizierter Vorzeigebetrieb – der auch Mitglied in der italienisch-internationalen Naturwein-Vereinigung „Vinnatur“ ist. 51 Hektar Rebfläche befinden sich im Eigenbesitz – 24 Hektar davon sind in Rohrendorf im Kremstal, 27 Hektar im burgenländischen Apetlon…. weiterlesen

Claus Preisinger ist jung, bio-dynamisch und gerade dabei neue Standards im Burgenland zu setzen. 19 Hektar nennt er sein eigen verteilt auf insgesamt 64 Parzellen. Man kann also davon ausgehen, dass er die Ortseinfahrts- und ausfahrtsschilder von Gols öfter  am Tag zu Gesicht bekommt. Das hat nun Vor- und Nachteile, die Nachteile liegen auf der Hand, die Vorteile bestehen vor allem in einer erstaunlichen Vielfalt unterschiedlicher lokaler Terroirs... weiterlesen

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Matthias Hager
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Weingut Tauss: Alice und Roland Tauss betreiben seit Jahren eher still und leise eines der beeindruckendsten Weingüter der Steiermark. Größe spielt dabei, anders als so oft in der südlichen Steiermark, nur in Sachen Qualität eine Rolle. 8 Hektar umfasst das Weingut und die Ambition größer zu werden, ist glücklicherweise klein. Die Weingärten befinden sich quasi in fünf Kesseln, die sich nach Süden und Südwesten öffnen, auf einer Höhe die von 400 bis auf 480 Meter steigt…weiterlesen

Matthias Hager: Die Weinbeisserei sitzt sie quasi kastellartig am Hügelkamm und ist man erstmal oben und auf ihrer Terrasse angelangt schaut man weit in eine Landschaft, die seit Generationen zutiefst vom Wein geprägt ist. Wobei Matthias und Hermann Hager, die beiden Protagonisten des Weinguts respektive des Heurigen – ihrerseits Besitzer von 12,5 Hektar Rebland – den Blick bereits in die Zukunft und damit in gewisser Hinsicht auch wieder weit zurück in die Vergangenheit werfen… weiterlesen

Weingut KARL SCHNABEL: Karl Schnabel pflegt den wohl radikalsten natürlichen Ansatz innerhalb der österreichischen Winzerwelt (sofern man rigoros natürliche Bewirtschaftung als radikal bezeichnet und nicht umgekehrt, die industrielle, auf chemische, synthetische und physikalische Manipulationen aufbauende Herstellung von Wein als radikalen Einschnitt in das natürliche System begreifen will – doch davon an anderer Stelle)… weiterlesen

Weingut Diwald: Das Diwaldsche Weingut liegt im leicht erhöhten Teil des Wagram, genauer in Großriedenthal. Hier oben kann man auf die Ursprünge des österreichischen Bioweinbaus zurückschauen, denn als Hans 1980 zur biologischen Arbeitsweise konvertierte, war dieses Wort quasi aus dem Vokabular der österreichischen Landwirtschaft gestrichen – man befand sich am Höhepunkt der Technologiegläubigkeit… weiterlesen

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Wein & Sektmanufaktur Strohmeier: Im Schlagschatten der Koralpe befindet sich die Wein- und Sektmanufaktur Strohmeier. Knapp über 10 Hektar, die mit weißen Burgundersorten, Sauvignon Blanc, Muskateller und naturgemäß mit Blauem Wildbacher bestockt sind. Die Strohmeiers gehören definitiv zur Avantgarde österreichischer Naturweinmacher. Seit 2003 arbeiten Christine und Franz an dem Ziel Weine ohne jegliche Zusätze und also auch ohne Schwefel zu produzieren… weiterlesen

Gut Oggau: „Die Gegend um den Neusiedlersee definierte sich eigentlich nie über Lagen“, meint Eduard Tscheppe. „Zwar gab es gute und weniger gute Weingärten, doch letztlich zählte einfach der Ort.“ In seinem Fall ist das Oggau, eine kleine Gemeinde am Westrand des Sees, in dem schon die Römer Reben pflanzten. Die Freiheit sich nicht über Lagen definieren zu müssen, nutzten er und seine Frau Stephanie zu einem der originellsten und intelligentesten Konzepte im gegenwärtigen österreichischen Weinbau.…weiterlesen

Weingut Rosi Schuster: Hannes Schuster kommt (mit einer Handvoll anderer Winzer) das Verdienst zu, Sankt Laurent qualitativ auszuloten. Das setzt erstmal ein tiefes Verständnis für die Rebsorte und seine natürlichen Dispositionen voraus. Sankt Laurent ist sensibel, im Weingarten und am Gaumen und für viele Winzer & Konsumenten, die gerade in den letzten beiden Jahrzehnten auf Kraft, Opulenz und Alkohol gesetzt haben, muss die Sorte definitiv irritierend wirken…weiterlesen

Michael Wenzel:  In einer Zeit als man in Österreich vor allem in Richtung Westen schaute und den hiesigen Rebsortenspiegel um internationale Sorten erweiterte, schaute Robert Wenzel von Rust aus über den Eisernen Vorhang nach Ungarn und in die ampelographische Vergangenheit des Burgenland. Statt Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah brachte er 1984 Furmintedelreiser mit nach Hause und setzte sie in die Ruster Weinberge …weiterlesen

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Weingut Köllan: Georg Schmelzer ist ein Mann des Vergleichs, der Experimente und der Empirie. Lehrmeinungen hinterfragt er grundsätzlich, der Zeitgeist ist ihm egal. Beispiele dafür ziehen sich fast durch sein ganzes Winzerleben. Eine Ausnahme bildeten die Anfänge, als er als 17-Jähriger das Weingut an der Golser Ortsgrenze übernahm und erstmal versuchte, dem Hof wirtschaftlich eine solide Basis zu geben….weiterlesen

Weingut Andert: In der südlichsten Ecke des burgenländischen Seewinkels, einen Steinwurf von Ungarn entfernt und deshalb auch stark pannonisch beeinflusst, ist Michael Andert dabei das Prinzip der Ganzheitlichkeit zumindest für burgenländische Verhältnisse neu zu definieren. Seit einem Jahrzehnt arbeitet der „Bauer aus Leidenschaft“ (Michael) auf seinen knapp fünf Hektar biodynamisch, länger als die meisten burgenländischen Winzer … weiterlesen

Lichtenberger & Gonzalez: 4,5 Hektar Weingärten stehen Adriana Gonzalez und Martin Lichtenberger zur Verfügung, um aus ihnen Weine zu keltern, die dem burgenländischen Breitenbrunn den Spiegel vorhalten und ihre vinologischen Vorstellungswelten in die Praxis umzusetzen. Einen kleinen aber feinen Teil macht dabei der Vorderberg aus, in dem bisweilen über 50-Jahre alte Stöcke das Fundament für einen der besten Blaufränker des Landes bilden…. weiterlesen 

Andreas Gsellmann: Zehn Jahre (2005) ist es her seit Andreas in das elterliche Weingut eingestiegen ist und ihm sukzessive und mit dem Sanctus seiner Eltern seine Philosophie übergestülpt hat. Das Auslandspraktikum beim Grafen Neipperg im Bordeaux dürfte dazu eher wenig beigetragen haben, die Aufbruchsstimmung in Gols dagegen einiges mehr. 2006 kann man durchaus als Zäsur im Weinverständnis der einst dezidierten Rotweingemeinde betrachten… weiterlesen

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Gernot Heinrich: Aufbrüche und Umbrüche sind Konstanten in Gernot Heinrichs Biographie. Vor knapp 30 Jahren startete er mit diversen Rotweinprojekten durch, etablierte in einer Region, in der Riedennamen lediglich unter Einheimischen bekannt waren, heute allseits bekannte Einzellagenabfüllungen wie den Gabarinza und den Salzberg, gründete in den Mitneunzigern gemeinsam mit acht Freunden Pannobile und wiederum 10 Jahre später Respekt. Stillstand, soviel ist sicher… weiterlesen