Cold Facts:

Lage/Böden: Kalk
Rebsorte: Blaufränkisch
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: ein halbes Jahr in toskanischen 300 Liter-Amphoren, danach 10 Monate in gebrauchten Holzfässern
Schönung: nein
SO₂ total: kein zugesetztes SO
Gefiltert: nein

Dichtung: sehr hell, weich, rund, zugänglich, fruchtbetont, eher auf der rotbeerigen Seite, vital, saftig, weiches Tannin, cremiger als die anderen Blaufränkisch, lang und ebenfalls mit Potenzial für Jahre.

Wahrheit: Der einzige rote Amphorenwein des Burgenlands (mir fällt sonst keiner ein). Sehr hell, trotz langem Schalenkontakt (wie COS Pithos rosso), da keine Pigeage (Untertauchen) stattfindet. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Tannine relative weich und rund wirken. Die intensive Fruchtnote liegt wohl in der Neutralität der Amphore begründet, die Cremigkeit in der milderen Säure (Pigeage). Reduktivität, die Amphorenweine in ihrer Anfangszeit ganz gerne schwierig macht, ist hier nicht gegeben, da der Wein nach 7-monatigem Amphorenausbau auch noch 10 Monate in gebrauchten Holzfässern landet. No filtering, no SO₂, no nothing. Wein pur.