Cold Facts:

Farbe: rot
Lage/Böden: steinig, Schwemmland, Morei-Mezzolombardo
Rebsorte: Teroldego
Hefen: wilde
Ausbau: in Amphoren über 8 Monate
Schönung: nein
SO₂ total: 35mg/l
Gefiltert: nein
Physikalische Intervention: nein

Dichtung: Morei = moro = die dunkle, in dem Fall die Farbe des Teroldego, zumindest der Traube, der Wein ist eher ein zartes transparentes rot und Zartheit und Transparenz sind dann wiederum Eigenschaften eines Weins der dem Begriff Eleganz eine neue Dimension verleiht. Erdigkeit vermag das nicht im Geringsten zu stören, vielmehr entwickelt sich daraus ein feiner puristischer Duft. Will man das Spiel der Kontinuitäten fortsetzen dann kann man die puristische Karte gleich wieder am Gaumen spielen und spüren, das Tannin packt an, gibt dem Morei die richtige Form, die Frucht ist ziseliert und präzis, die Länge lang und die Textur dicht und kompakt. Klasse zu Wild usw.

Wahrheit: Die beiden Teroldego Einzellagen sind letztendlich die Frucht jahrelanger intensiver und akribischer biodynamischer Weingartenarbeit, die sich nun in all ihren Details in den beiden Weinen spiegelt. Jahrelang war auch die Beschäftigung mit den spanischen Tinajas ehe sie die darin vinifizierten Weine auch abfüllte. So leicht ist es nicht mit einem exakten Verständnis der Amphoren, doch weiß man erstmal wie es geht, ergeben sich vielfältige Vorteile. Man hat ein völlig neutrales Gefäß zur Verfügung, das Material ist zudem organisch und mit der Erde verbunden und durch den direkten Kontakt mit der Schale kommt es zu einer feinen, sehr langsamen Mazeration, die zudem maximalen Schutz vor Oxidation bietet. Das Fazit ist mehr als beeindruckend: ein mineralisches und puristisches Spiegelbild eines idealen Teroldego-Terroirs, interpretiert von einer ganz großen Winzerin.