Cold Facts:

Farbe: rot
Lage/Böden: sandige Schwemmlandböden – zweieinhalb Hektar in der Lage Sgarzon
Rebsorte: Teroldego
Mazeration: 8 Monate auf den Schalen in der Amphore
Hefen: wilde
Gärung: keine Temperaturkontrolle
Ausbau: in Amphoren
Schönung: nein
SO₂ total: 35 mg/l
Gefiltert: nein
Physikalische Intervention: nein
Anmerkung/ Potenzial: erster Höhepunkt nach vier/fünf Jahren

Beschreibung: Präzise, puristisch und nuanciert. Intensive aber frische rote Frucht, danach wird es komplexer: Gewürze, Pfeffer vor allem, und eine schon in der Nase belebende Frische. Kein Gramm Speck an den Hüften. Knackig, elegant, strukturiert, streng (in einem sehr positiven Sinne). Belebend und bekömmlich – verlangt definitiv nach mehr als nur einer Flasche. Auch weil er sich fortlaufend entwickelt; im Glas und in der Flasche. Karpfen passt sicher super, Aale auch (Kontrapunkt zum Fett)

Hintergrund: Elisabettas Teroldego ist Legende. In der Zwischenzeit gibt es dankenswerterweise gleich vier davon, Sgarzon und Morei sind dabei Wiederauflagen schon einst produzierter Einzellagen allerdings mit neuem Gesicht. Sgarzon ist eine kühle Lage, dort, wo das Campo Rotaliano langsam in den alpinen Bereich des Val di Non übergeht. 2,5 Hektar hat Elisabetta dort stehen, die Böden sind sandig und von Schwemmland geprägt, die Rebstöcke eng gesetzt (6000/ha) und nicht mehr jung. Der Ausbau des Sgarzon findet in der Amphore statt, ganze 8 Monate reift er interventionsfrei in spanischen Tinajas. Wie schon mehrfach erwähnt, brauchen konsequent produzierte Amphorenweine Zeit und/oder Luft, wer es eilig hat, sollte unbedingt dekantieren.