Cold Facts:
Lage/Böden: Lage Eden; rosa Quarz 
Rebsorte: Furmint
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: im gebrauchten Holzfass
Schönung: nein
SO₂ total: ja, ca. 25mg/l
Gefiltert: nein
Dichtung: so schön orange, dass er natürlich sofort die verschiedenen Sensorikzentren im Hirn zusammenspannt und Mirabellen, Pfirsich und Orangen suggeriert. Aber vielleicht ist es wirklich so. Schließlich riecht er auch bei geschlossenen Augen so; aber davor waren sie natürlich offen. Mund auf, Augen zu, Mirabellen… und daneben vor allem kompakt, fleischig und saftig. Gerbstoff und Säure gehen Hand in Hand und verleihen eine Struktur, die heute, morgen und in 5 Jahren den Wein tragen wird. Lebendig & lang
Wahrheit: Furmint ist in den Händen von Michael Wenzel in allen Versionen spannend. Dass er sich dazu entschlossen hat, ihn auch auf den Schalen zu vergären, kann man ihm nur danken. Er ist zwar mit Sicherheit nicht der erste, der Furmint derart gekeltert hat (vor 100 Jahren dürfte es gang und gäbe gewesen sein, den Kontakt mit den Schalen zu pflegen), er dürfte allerdings zur Zeit der einzige auf unserem Planeten sein, der das wieder tut. Ob er damit einen Weg weist, wird sich zeigen, lohnen würde es sich allemal. Die Trauben dafür stammen aus dem „Garten Eden“ – der Weingarten heißt tatsächlich so – die Erträge sind minimal, das genetische Material ist steinalt (150 Jahre alte Klone, die Michael nach akribischer Suche aus dem Tokaji zurück ins Burgenland gebracht hat). Die Traubenhäute sind erstaunlich dünn, was dem ordentlich präsenten Gerbstoff eigentlich widerspricht. Schalenkontakt findet über ein paar Tage statt und ist entscheidend vom Jahrgang abhängig. Ausgebaut wird der RAW-NATURAL Furmint im gebrauchten Holz, geschönt und gefiltert wird nicht, geschwefelt minimal.