Cold Facts:

Lage/Böden:
Rebsorte: Tokaj
Mazeration: ja – ca. 4 Tage
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in 500 Liter Akazienfässern
Schönung: nein
SO₂ total: 25mg
Gefiltert: nein

Dichtung: Kräuter, balsamisch, leicht rauchige Noten, die langsam einer tiefen reifen Fruchtnote weichen, ein Wein, der sich in Schichten öffnet und das über Minuten, saftig, präsenter aber feiner Gerbstoff, der die Struktur vorgibt, die Säure spielt die zweite Geige, extrem bekömmlich, lebendig, lang

 

Wahrheit: Über die Tatsache, dass sich die Ungarn so einfach den Namen Tokaj krallen durften, kann man sich immer wieder mal und völlig berechtigt aufregen. Teilen wäre eigentlich die europäische Devise der Stunde gewesen. Aber was solls. Einmal umgedreht klingt Tokaj-jakoT auch nicht schlechter und was im Collio so an großen Jakots gemacht wird, lässt die Ungarn und ihren Tokaj ziemlich alt aussehen. Aleks Klinec ist mit seiner Interpretation zwar einer Avantgarde zuzurechnen, doch die greift bekanntlich auch immer wieder und ganz bewusst auf Traditionen zurück. Im slowenischen Collio wird seit jeher mazeriert und so wundert es nicht, dass die mitunter besten orangen Weinversionen aus dieser Ecke der Welt stammen. Die Gärung startet spontan, der Ausbau erfolgt für ein Jahr in Akazie, ehe es für ein weiteres in den Stahltank geht, wo sich die Trubstoffe langsam am Boden sammeln. Drei-vier Jahre dauert es bis der Wein auf den Markt kommt und wie alle Weine von Aleks ist auch der Jakot absolut beeindruckend.