Cold Facts:

Lage/Böden: Gräfin/Opok (Kalkmergel) 
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Mazeration: 
ja, ca. 4 Wochen
Hefen: 
wilde
Gärung: 
ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: 
in gebrauchten Holzfässern
Schönung: 
nein
SO
total: 19mg/l (2011)
Gefiltert: 
nein
Alkohol: 
13,5% (2011)

 

Dichtung: subtil und elegant, feine Kräuternoten, feine Blütennoten und vice versa und das eine ganz Zeit lang; mit Luft kommen dann auch noch Steine dazu, die Kräuternoten verändern sich, Kamille und eine sehr dezente Himbeernote gesellen sich dazu. Am Gaumen kehrt diese Zurückhaltung zurück; elegant, lebendig, vielschichtig, mineralisch, komplex, dicht, dezente Tanninstruktur, lang, langlebig und finalmente absolut großartig.

 

Wahrheit: die simple Wahrheit ist die: die Gräfin ist ein Meisterwerk. Vermutlich ist sie zudem aber auch noch die zurückhaltendste und eleganteste Weine, die es in oranger Couleur zwischen Leutschach und Sancerre gibt. Auf diesem langen Weg finden sich zwar noch eine ganze Menge Kapazunder in Sachen Maischevergärung und Mazeration und vieles davon ist brillant, so spielerisch wie bei der Gräfin wird es so schnell vermutlich nirgendwo. Die Flasche war auch gleich weg. Was in mehrfacher Hinsicht schade ist. Zum einen habe ich nicht wirklich viel davon, zum anderen wird sie von Tag zu Tag besser und das über gut zwei Wochen, drittens wäre es natürlich interessant zu sehen wie sie reift… die Fakten lesen sich oberflächlich so: die Sauvignon Stöcke für die Gräfin sind verhälnismäßig jung, stehen auf Opok und das in den mitunter steilsten Lagen der Lage Graf.Die Trauben werden per Hand gelesen, teilweise gerebelt, der Rest wird per pedes eingemaischt, die Gärung startet spontan, samt Trauben und ein paar Kämmen, die nach ein paar Wochen sanft abgepresst werden. Der Wein bleibt dann für nicht ganz zwei Jahre im Fass und wird ungefiltert und mit minimalster Schwefelmenge abgefüllt.