Cold Facts:

Lage/Böden
Rebsorte: Blauer Wildbacher
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in kleinen Holzfässern
Schönung: nein
SO₂ total: kein zugesetztes SO₂
Gefiltert: nein

Dichtung: Dunkel wie ein Grab. Aber vielleicht ist die Nacht doch der bessere Vergleich. Dunkel wie Lakritze ist vielleicht am allerbesten. Oder doch dunkel wie Teer? Wie schwarzer Tee? Dunkel wie Holzkohle? Brombeeren? Pflaumen? Dunkel jedenfalls ist der TLZ SCHWARZ und zwar aus allen möglichen Perspektiven. Im Auge, in der Nase und selbst noch am Gaumensegel. Säure hat Blauer Wildbacher bekanntlich selten zu wenig, wobei sie hier bestens in den Körper integriert ist. Am Gerbstoff kann man ebenfalls ein wenig kauen, doch auch hier puffern Körper und dunkle Frucht. Tief und lang. Potenzial für drei Jahrzehnte +.


 

Wahrheit: Blauer Wildbacher ist die Basis für den Schilcher und somit hektarmäßig die Nummer eins unter Franz Strohmeiers Rebsorten. Doch Franz wäre nicht Strohmeier, würde er nicht auch hier das ganze Potenzial einer Rebsorte ausloten, die bisweilen schon wirklich schwierig sein kann. Das weiß natürlich auch der Winzer und deshalb gibt es den „Schwarz“ aus der Trauben.Liebe.Zeit – Serie auch nur in Jahren mit extrem langen Vegetationszeiten und entsprechend hoher Reife. Soviel zur Traube. Über die Liebe weiß ich nichts, über die Zeit schon. Knapp fünf Jahre bleibt der „Schwarz“ in kleinen Holzfässern und die braucht er vermutlich auch. Wie auch bei allen anderen Weinen der TLZ-Serie verläuft die Vinifikation quasi interventionsfrei. Keine Schönung, keine Filter, kein Schwefel.