Cold Facts:

Lage/Böden:
Rebsorte: Sangiovese, Canaiolo, Ciliegiolo, Merlot, Syrah
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in gebrauchten Barriques
Schönung: nein
SO₂ total: 15 mg/l
Gefiltert: nein

Dichtung: fleischig, würzig, kräftig und elegant und zwar sowohl geschmacklich wie auch geruchlich. Am Gaumen packt der Gerbstoff ganz gut zu, die Säure tut ihr übriges, doch werden beide bestens in einem kompakten Körper aufgefangen, der dicht und fokussiert ist und trotzdem nur unglaubliche 12% Alkohol hat.

 

Wahrheit: ein erstaunlicher Wein, zu dessen Ergebnis gleich fünf verschiedene Rebsorten beitragen. An erster Stelle steht wie fast immer in der Toskana, die Sangiovese, unterstützt von Canaiolo, Ciliegiolo, Merlot und ein wenig Syrah. Vermutlich trägt jeder sein Schäuflein bei, denn insgesamt hat man es mit einem komplexen Konstrukt aus Würze, Kraft, Säure und Gerbstoff zu tun. Während die spontane Gärung noch im Edelstahl abläuft, findet der Ausbau dann im gebrauchten Barrique statt. Ein paar Monate Flaschenreife runden den Chiesino ab, interveniert wird eigentlich gar nicht,einzig vor der Füllung sieht der Wein 15mg/l SO₂.