Cold Facts

Lage/Böden: Kalk, Mergel
Rebsorte: Malbo Gentile, 2% Marzemino, 2% Cabernet S.
Mazeration: ja, drei Wochen
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: zwei Jahre in großen Holzfässern
Schönung: nein
SO₂ total: keine zugesetzten Sulfite
Gefiltert: nein

Dichtung: Typischer Malbo Gentile! Malbo? Also: dunkle, schon in der Nase ausgeprägte Frucht und  Pfeffer, aromatisch und intensiv, im Mund erstaunlich weich aber nur im ersten Moment, dann übernehmen zuerst die Polyphenole und geben dann in Richtung Gaumen an die Säure ab. Das ist insgesamt durchaus harmonisch, saftig, dicht und konzentriert und außerdem recht lang.

 

Wahrheit: wieder einmal eine neue der insgesamt 600(?), 800(?), 1200(? – man ist sich nicht einig) Rebsorten Italiens probiert. Malbo Gentile. Ihre Heimat ist die apenninische Vorhügellandschaft, südlich von Reggio Emilia. Die ersten vier Buchstaben sind vermutlich Überbleibsel der Idee, dass es sich bei Malbo G. eigentlich um Malbec handelt. Die Parallelen sind zumindest sensorisch nicht zu leugen, Malbo hat genauso wie der bekannte Namensvetter viel Gerbstoff, viel Säure und im Allgemeinen nicht zu wenig Alkohol. Holz – in diesem Fall großes – verträgt sie bestens. Mazeriert wurde über knapp drei Wochen und zu guter Letzt kamen auch noch 2-3% Marzemino und 2-3% Cabernet S. dazu. Der weitere Ausbau zieht sich dann über gut zwei Jahre, gefiltert wird gar nicht und geschwefelt nur in Ausnahmefällen.