Cold Facts:

Lage/Böden: Kalk
Rebsorte: Sangiovese
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in Zement und 16hl Holzfässern über 12 Monate, danach weitere 6 Monate in der Flasche
Schönung: nein
SO₂ total: 30mg/l
Gefiltert: nein

Dichtung: unglaubliche lebendige und frische Nase – von ersten Sekunde weg, weiß man, dass man es mit einem Ausnahmewein zu tun, der zu den kühlen Noten auch noch Substanz und Subtilität dazu kombiniert – die Aromen befinden sich in waldigen Tiefen, Unterholz und Erde, Laub und ein paar Blüten werden ergänzt von zurückhaltender Frucht und weniger zurückhaltenden pfeffrigen Noten. Das Spektakel beginnt aber erst so richtig am Gaumen, wo der 2010 Jahrgang seine ganze Kühle und Frische ausspielt, sein Tannin und seine Säure publik macht und von Maddalena perfekt ins Glas übersetzt wird. Verdammt lang, verdammt gut und das mit Sicherheit über das nächste Jahrzehnt.

 

 


 

Wahrheit: Die Vigna alla Sughera (der Weingarten der Korkeichen) ist keine 10 Jahre alt und mit 100% Sangiovese bestockt. Was passiert, wenn die Weingärten älter sind, kann man nur vermuten, Fakt ist jedoch, dass Maddalena mit der gegenwärtigen Version definitiv schon zu den besten Sangioveseproduzentinnen der Region gehört.  Die Weingärten sind in mehrfacher Weise geschützt: zum einen durch die Korkeichen, zum anderen aufgrund ihrer Isolation vor konventionell arbeitenden Winzern. Gearbeitet wird biodynamisch und schaut man sich Bilder vom Weingarten an, hat man das Gefühl, dass Biodiversität auch nicht nur ein hingeschupftes Wort ist. Die Gärung ist spontan und findet in Zementtanks statt, der Ausbau erfolgt über 1 Jahr in großem Holz und Zement und dann über 6 Monate in der Flasche. Filtriert und geschönt wird nicht, die SO₂ Beigaben liegen bei 30mg/l.