Cold Facts

Lage/Böden: Sand auf Schotter, Seewinkel
Rebsorte: Pinot Noir
Ertrag: 1500 l/ha
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Ausbau: 16 Monate in großteils gebrauchtem Barrique
Schönung: nein
SO₂ total:
Gefiltert:

Dichtung: frische Beeren, feuchte Erde und ein paar alte, morbide Blumen, in Kombination ist das total Klasse (und ohnehin ist das nur meine Nase), tolle Struktur, lebendig, bündig, geradlinig und druckvoll, schlank, niedrig im Alk und mit extrem kompakten Körper, lang und langlebig

Wahrheit: Pinot in Österreich kann schon ziemlich gut sein und nach ein paar Dekaden Lernzeit und viel Experimenten mit viel und vor allem viel neuem Barrique, scheint der Konsens nun doch der zu sein, dass weniger davon oft mehr ergibt. Warum? Pinot ist per se elegant, leichtfüßig, raffiniert, subtil und was sonst so unter filigran im Thesaurus findet. Neues Holz macht ihn fertig, erschlägt ihn, killt die Filigranität. 15% davon sind, wie im Fall von JB gerade richtig. Der Ertrag ist, wie so oft bei ihr, minimal (1500 Liter in diesem Fall), die Gärung startet spontan, das Ergebnis ist, wie schon erwähnt topp.