Cold Facts:

Lage/Böden: vulkanisch
Rebsorte: Cabernet Franc
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: Zement
Schönung: nein
SO₂ total: ?, aber nicht nichts
Gefiltert: nein

Dichtung: schwarz wie die Nacht über den Colli Euganei, Efeu und Asche auf einem Bett aus erstaunlich dunklen Fruchtnoten. Und dann natürlich Pfeffer. Veltliner mag ja Pfeffer haben, Cabernet Franc hat ein Vielfaches davon. Am Gaumen runde, saftige Tannine, ein kompakter Körper, die dunklen Noten bleiben erhalten, ein wenig Leder kommt dazu, ordentliche Länge


 

Wahrheit: die Colli Euganei fristen ein stiefmütterliches Dasein in der italienischen Weinwelt. Das mag damit zusammenhängen, dass sie heutzutage kaum etablierte und autochthone Rebsorte aufweisen können. Hier wachsen Kraut und Rüben nebeneinander, Tokai neben Garganega, Merlot neben Sangiovese oder Barbera neben Cabernet Franc. Letzterer macht sich allerdings blendend auf dem kargen vulkanischen Gestein. Alfonso macht den Rest. Das heißt, dass der Wein spontan vergoren wird, ein paar Wochen auf der Maische verbringt und dann in Zementfässern zu Ende reift.