Cold Facts:
Lage/Böden: Lagen in und um Zagersdorf und St. Margarethen/vorwiegend Lehm, darunter Sand & Kalk
Rebsorte: Sankt Laurent
Mazeration: ja
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in 500 Liter Fässern und größeren Holzgebinden
Schönung: nein
SO₂ total
Gefiltert: nein
Dichtung: filigrane Aromen & eine filigrane Textur oder in anderen Worten. Ein Wein, der sich über Feinheiten und Nuancen definiert und das auf eine unaufdringliche zurückhaltende und doch nachhaltige Art & Weise.  Denn hinter all der Eleganz stecken fein rauchige Aromen, dezente Blüten& Beerennoten und eine spielerische und unbeschwerte Leichtigkeit, die sich mit Tiefe und Ausdruckskraft koppelt.

 

Wahrheit: Sankt Laurent ist zwar kein Stiefkind unter den autochthonen österreichischen Sorten, wirklich populär ist er allerdings auch nicht. Weder bei den Winzern noch bei den Konsumenten. Das hat vor allem formelle Gründe. Zwar bekommt man allerorte zu hören, dass Weine wieder leichter werden sollen, doch wenn ein Rotwein dann wirklich nur mit 12% oder im Maximalbereich 12,5% Alkohol daherkommt und das Ganze dann auch noch mit einer transparenter Farbe verbunden ist, macht sich Skepsis breit. Das ist schade, denn Sankt Laurent hat die Eigenschaft, trotz dezentem Alk ordentlich Tiefe, Länge und Substanz  zu generieren. Hannes Schusters Beispiele stehen paradigmatisch dafür. Die Trauben für den Sankt Laurent Burgenland kommen größtenteils von Parzellen zwischen St. Margarethen und Zagersdorf (allesamt biologisch bewirtschaftet) und werden in teils 500 Liter umfassenden, teils größeren Holzfässern ausgebaut. Er schönt und filtert nicht.