Cold Facts:

Lage/Böden: Opok
Rebsorte:
Sauvignon Blanc
Mazeration:
nein
Hefen:
wilde
Gärung:
Ausbau:
in großen Holzfässern
Schönung:
nein
SO₂ total:
< 30mg/l
Gefiltert:
nein
Alkohol: 
13,5%

Dichtung: Dezente Frucht, subtile Kräuternoten und Pfeffer, erdige Mineralik. Andreas Sauvignon lebt von Andeutungen, die sich a. mit Luft und b. mit der Zeit öffnen. Es geht ja auch nicht immer darum, gleich anfangs die ganze Munition zu verschießen, im Gegenteil, Potenzial und Langsamkeit sind Tugenden in einer Weinwelt, die dazu tendiert, dem totalen Jugendkult zu verfallen. Am Gaumen geht es druckvoll, elegant und konzentriert zur Sache. Steinige Noten verbinden sich am Ende nochmals mit Kräuteraromen und tragen den Wein lang und anhaltend über den Gaumen.

Wahrheit: Libellen symbolisieren die Sauvignonlinie von Andreas Tscheppe. Grüne und blaue, wobei letztere die elegante und spielerische Variante darstellt, die grüne Libelle steht für Tiefe und Dichte. Anders als seine Kompagnons von Schmecke das Leben wachsen seine Stöcke nicht um das Haus, seine Lagen sind verstreut, am Krebskogel und Czamillonberg und von dort stammt auch das Gros der Blauen Libelle. Die Erträge sind niedrig, die Beeren so aromatisch und reif, dass Andreas seine Gärten stets vor kulinarisch versierten Rehen schützen muss. Die Gärung startet spontan, der Ausbau findet in großen Holzfässern statt, Schwefel wird minimal und spät zugegeben und das war es im Wesentlichen auch schon.