Lage/Böden: Opok
Rebsorte
Sauvignon Blanc
Mazeration
ja, mehrere Wochen
Hefen:
 wilde
Ausbau:
 in großem Holzfässern, teilweise in der Erde
Schönung
nein
SO₂ total
< 30mg/l
Gefiltert:
 nein
Alkohol: 
13,5%

Dichtung: Reife, saftige, gelbe Steinobstfrucht, Kräuternoten, die eher adriatisch als alpin sind, ergänzt durch feine erdige und mineralische Noten, gewinnt in der Nase mit Luft und ebenso am Gaumen, wo Kraft, Dichte und Eleganz einen Rahmen abgeben, in dem sich Kräuter, Nüsse und Pfirsiche treffen. Am beeindruckendsten ist freilich die Textur, die tief und saftig und trotzdem belebend wirkt, die Säure ist gibt Druck und feines Tannin erhöht ihn. Sollte man mindestens zwei Tage lang offen haben, um seine sich verändernden  Nuancen wahrzunehmen. Das erfordert allerdings wirklich Disziplin.

Wahrheit: Andreas Tscheppe Sauvignon aus dem Erdfass ist ein Meilenstein in der österreichischen Sauvignonwelt. Das Erdfass ist freilich nur der Endpunkt, die entscheidenden Schritte werden davor gesetzt. Minimaler Ertrag, respektvoller Umgang mit den Stöcken, Präparate statt Pestizide und ein Gärprozess der spontan und unkontrolliert abläuft. Dass der Wein dann in der Erde ruht mag vielen (Raunzern) unnötig vorkommen, doch liegt das Fass dort in einem perfekt temperierten Umfeld und das in völliger Ruhe (auch und vor allem vor den Ideen der Winzer). Das Resultat wird von Jahr zu Jahr spektakulärer und wer die Geduld (und ich verstehe jeden, der sie nicht hat) sollte dem Wein noch ein paar Kellerjahre gönnen.

 

Bezugsquellen: