Dichtung: Muthenthalers Einstiegswein würde vielen Winzern zur Ehre gereichen. Hier geht es gleich zur Sache, wenn auch auf subtile Weise: der Veltliner kommt mit ordentlich Würze daher, die sich mit filigraner nie vordergründiger Frucht abwechselt. Im Mund wird es saftig und dicht, kraftvoll (bei minimalem Alkohol) und mineralisch, schnörkellos und druckvoll geht es in Richtung Gaumen, wo sich der Kreis schließt und die Würze zurückkehrt.

Wahrheit: Grüner Veltliner eignet sich ja zu einer ganzen Menge an Weinstilen, am besten fällt er allerdings dann aus, wenn sich Alkohol (der ganze gerne mal zu hoch ausfällt) und Säure (die ganz gerne zu niedrig liegt) im Gleichgewicht befinden. Das war 2011 alles andere als einfach – doch scheint es MM bei seinen Veltliner-Interpretation 1A gelungen zu sein. Warum? Hmm – durch geringere Erträge bessere Balancen? Oder durch den Verzicht auf chemische Spritzmittel eine frühere physiologische Reife und edadurch ein früherer Lesezeitpunkt? Schwer zu sagen. Fakr ist, dass die Wachauer Steillagen einen angenehm knackigen Einstieg Muthenthalers brillantes Velineruniversum gaben.

 

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