Cold Facts:

Lage/Böden: Löss
Rebsorte: Gelber Traminer
Mazeration: nein
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in Edelstahltanks
Schönung: nein
SO₂ total:
Gefiltert: ja

Dichtung: Kaffee, Trüffel und ein wenig Exotik – eine wilde Mischung aber Traminer ist immer wieder für solche Spompernadeln  zu haben. Der Körper ist kraftvoll, weich und doch erstaunlich strukturiert. Die Säure hält sich zwar zurück aber das war 2011 letztlich bei jeder Sorte der Fall und der Wein wirkt nie plump (der 2012 ist floraler, frischer, lebendiger), im Gegenteil, alles harmoniert ganz ausgezeichnet. Fritz empfiehlt gebratene Leber dazu (mit ein paar Bratäpfel) und ich schließe mich an.


 

Wahrheit: Gelber Traminer ≠Roter Traminer ≠Gewürztraminer. Versteht sich irgendwie von selbst. Arsenal hat ja auch nichts mit Chelsea und schon gar nichts mit Tottenham zu tun, obwohl sie alle drei aus London kommen. Gelber Traminer ist frischer, mit etwas mehr Säure und nicht ganz so erschlagender Aromatik. Geben tut es Gelben Traminer in Österreich übrigens dank des Großvaters von Fritz. Der hat ein paar Edelreiser von Südtirol nach Niederösterreich gebracht und erstmal im Kloster Und ausgesetzt. Ein bisschen was gelangte glücklicherweise auch nach Oberstockstall und wird dort gehegt und gepflegt. Die Vinifizierung basiert auf spontaner Gärung, wenig Intervention, wenig Schwefel und einer längeren Reifezeit im Edelstahltank (der Traminer spielt auch in einem orangen Experiment von Fritz eine Rolle, wo er zwischen Riesling und Veltliner ein beeindruckendes Cameo gibt.