Cold Facts:

Lage/Böden: Maulbeerpark/Löss
Rebsorte: Grüner Veltliner
Mazeration: nein
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: im Edelstahltank
Schönung: nein
SO₂ total:
Gefiltert: ja

Dichtung: in der Nase warm, würzig und weich und das spiegelt sich dann auch gleich am Gaumen wieder. Die Säure knackt trotzdem und gibt das nötige Gleichgewicht zur cremigen Textur. Die Frucht ist gleichfalls präzis und präsent und tendiert in Richtung Tropen, die Würze setzt nach und trägt den Weine über den Gaumen und zwar eine ganze ordentliche Strecke.

 

Wahrheit: der Maulbeerpark ist prinzipiell eine Subriede innerhalb des Brunnbergs und von einem Akazienwald geschützt – die Wärme staut sich dort bisweilen und das ist auch der Grund, warum der Wein etwas üppiger ausfällt. Die etymologische Geschichte des Maulbeerparks ist so interessant, dass man sie nicht verschweigen sollte. Ein gutes Jahrhundert ist es her, dass man in Oberstockstall den Entschluss fasste, Seide zu produzieren. Der einstige Weingarten wurde gerodet und Maulbeerbäume ausgesetzt, um den Seidenraupen die gewohnte Arbeitsatmosphäre zu gönnen. Alles funktionierte bestens, doch über kurz oder lang wurde die Produktion zu teuer und nach den beiden Kriegen hatte man auch Wichtigeres zu tun als Seide zu spinnen. Der Maulbeerpark wich aufs Neue dem Veltliner und was Fritz Salomon dort keltern ist zumindest weich wie Seide und schmeckt zudem auch noch exzellent.