Cold Facts

Dichtung: Riecht so, als würde man in einem Heustadel nicht weit weg vom Meer Orangen essen. Die salzige Note bleibt dann auch am Gaumen hängen, die Frucht wechselt freilich, wird steinobstiger und gelber. Knackig und lebendig von der ersten Sekunde weg, dazu kommt ein feiner Grip, eine dezente aber tragende Gerbstoffstruktur. Fährt wie auf Schienen in Richtung Gaumen. Druckvoll, saftig und bekömmlich.

Wahrheit: Wenig bekannt und doch spektakulär: die Schenkenbichl ist – meist nur Insidern bekannt, die jedoch zunehmend auf ihre Weine schwören – eine geologische Melange. Alwins Oma sagte auf dem Weg in die Schenkenbichl beispielsweise immer, sie gehe in die Kreide. An Kalk mangelt es also nicht, doch finden sich auch Gneise und Amphibolite und das bisweilen schon 30cm unter der Erde. Die Lage schaut mitten in die Sonne, doch zum einen liegen dieTerrassen 330 Meter hoch, zum anderen bläst fortwährend Wind durch die Stöcke, sodass neben einer perfekten Gradation auch die nötige Frische gegeben ist.

Vergoren wird der Veltliner wie alle Jurtschitsch Weine spontan, der Ausbau erfolgt in großen Holzfässern auf der Hefe, gefüllt wird im Sommer.