Cold Facts:

Lage/Böden: Graf/Opok (Kalkmergel) 
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Mazeration: 
nein
Hefen: 
wilde
Gärung: 
ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: 
in großen Holzfässern
Schönung: 
nein
SO
total: < 30mg/l
Gefiltert: 
nein
Alkohol: 
12,5%

 

Dichtung: Rote Beeren und gelbe Quitten – das findet man zwar nicht alle Tage in Sauvignon Blancs aber man findet es schon. Reif und saftig, unterlegt von einer feiner Kräuternote. Kühle Textur, kühle Stilistik. Subtile Mineralik, straff und engmaschig, dicht und trotz seiner Eleganz kraftvoll. Nie breit, dafür lang. 

 

 

Wahrheit: Die drei Weine der Linie Graf beziehen sich auf das Gut der Musters, das seit jeher diesen Namen trug, genauso wie die gleichnamige vom Haus abfallende Lage. Die ist übrigens wirklich abfallend. Traktorfahrten, die ohnehin auf ein Minimum reduziert sind, um den Boden nicht unnötig zu belasten und folglich zu verdichten, sollten dort nur von Leuten Menschen getätigt werden, die das auch können. Sepp zum Beispiel. Die Stöcke für den Sauvignon befinden sich dabei im mittleren Drittel des Hanges und zwar dort, wo die alten Stöcke quasi ausschließlich in Opok (Kalkmergel) wurzeln. Der Ertrag ist niedrig, liegt bei 20 manchmal bei 25 hl und ist ein Grund, warum die Extraktwerte nochmals um einiges höher als bei der Opok.-Linie sind. Die Gärung startet wie immer spontan, der Ausbau findet über 22 Monaten in großen Holzfässern statt. Gefiltert wird gar nicht, geschönt auch nicht, die Schwefelbeigabe ist einmalig und minimal.