Cold Facts:

Lage/Böden: Opok (Kalkmergel) und Lehm
Rebsorte: 
Welschriesling
Mazeration: 
nein
Hefen: 
wilde
Gärung: 
ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: 
in großen Holzfässern
Schönung: 
nein
SO
total: < 30mg/l
Gefiltert: 
nein
Alkohol: 
12,5%

Dichtung: Frisch und lebendig, Kräuter und ein wenig Steinobst, dabei aber auch stets saftig, strukturiert und druckvoll. Der Kalk macht sich bemerkbar und peppt die Textur auf, elegant, reife Apfelnoten, zieht ohne Schlenker in Richtung Gaumen, süffig und bekömmlich. 

 

Wahrheit: der Brotwein der Steirer, heißt es und dazu schmeckt er auch gut. Legt man noch ein Verhackertes drauf, schmeckt er noch besser; Sonne ist ebenfalls kein schlechter Begleiter und prinzipiell sollte man mit einem Welschriesling eher auf einer Terrasse oder im Garten hocken als in den eigenen vier Wänden. Ein See in der Nähe wäre auch nicht schlecht, Schihütten eignen sich dagegen gar nicht. In Gesellschaft schmeckt er übrigens sicher besser. Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass unter solchen Umständen jeder Wein schmeckt, Welschriesling tut diese Atmosphäre allerdings besonders gut. Sepp Musters Welschriesling schmeckt allerdings auch allein und ohne Brot, in den eigenen vier Wänden, bei Regen und auf Schihütten. Das liegt u.a. daran, dass in seinem Kern eben doch eine Menge Substanz, Dichte und Mineralität steckt – der Boden, in dem der Wölsch wurzelt, ist eine Mixtur aus Opok und Lehm , die Gärung startet spontan, der Schwefeleinsatz liegt bei oder gegen Null, der Ausbau findet in großen Holzfässern statt.