Cold Facts:

Lage/Böden: Opok (Kalkmergel)
Rebsorte: 
Chardonnay, Sauvignon Blanc,
Mazeration: 
nein
Hefen: 
wilde
Gärung: 
ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: 
über drei Jahre in großen Holzfässern
Schönung: 
nein
SO
total: < 30mg/l
Gefiltert: 
nein
Alkohol: 
13,5%

Dichtung: Kräuter, Steinobst und eine tiefe Würze, die den Wein nie verlässt und immer wieder neue Nuancen an Aromen begleitet. Die werden via Luftkontakt über Minuten freigesetzt und durchlaufen ein vielschichtiges Spektrum, das vom erwähnten Steinobst über feine rotbeerige Noten, bis zu Nuss- und Blütenaromen einen breiten Bogen schlägt. Am Gaumen wird dem komplexen Aromaspiel kein Ende gesetzt – vielmehr wird es in eine nervig-cremige Symbiose aus strukturierenden Komponten eingefangen. Säure und Gerbstoff geben einen Extrakick, die Textur ist saftig und druckvoll, der Trinkfluss tipptopp und der Abgang ziemlich endlos. 

 

 

Wahrheit: Der Ex Vero III ist ein Monument und zwar von seiner Geburtsstunde im Jahr 2006 weg (fast alle Jahrgänge gibt es zurückreichend auch noch ab-Hof und in diversen Shops). Damals entschied sich Ewald Tscheppe für einen gewagten Schritt, nämlich die stets reinsortig vinifizierende Steiermark, um eine Cuvée zu erweitern. Sauvignon & Chardonnay wirken dabei so stilsicher und cool wie Bogart & Bacall in The Big Sleep. Die Rebstöcke stehen in den mitunter steilsten Stellen des Langeggs, Ewalds beeindruckdendem Berg und wurzeln dort in kargen Opokböden. Dort oben weht auch ständig der Wind, ein zusätzlicher Faktor, der den Weinen Frische und Lebendigkeit mitgibt. Die Bewirtschaftung ist biodynamisch. Im Keller werden die beiden Sorten separat spontan vergoren und interventionsfrei in meist gebrauchten Holzfässern ausgebaut. Nach der Cuvetierung reifen beiden zusammen für ein weiteres Jahr. Gefiltert wird nicht, geschönt erst recht nicht, die Schwefelungen sind mikroskopisch und werden zudem von Jahr zu Jahr weniger.