Definitiv eine Herausforderung und eine sensorische Gradwanderung. Kräuternoten dominieren, rauchig Noten gesellen sich dazu, keine klassische Rieslingfrucht, aber gar keine, dafür erdig Noten, profund und komplex, am Gaumen überraschend weich, fast cremig, zurückhaltende Säure, blättrig, selchig und steinig, ein Riesling der für sich steht, eigenwillig, persönlich, besonders.

„Dieser Wein bewegt. Er führt zurück zum Ursprung.“ PJ Kühns Worte und wenn man sieht mit welcher Leidenschaft er über seine beiden Amphoren streicht, muss man ihn auch gleich weiter zitieren. „Es war die Faszination des Unberührten, des Ursprünglichen die uns zum zweiten Mal veranlasst hat, im Jahr 2009 einen kleinen Teil der Trauben aus unserem Weinberg im Lenchen in zwei Amphoren zu füllen. Wir wollten selbst miterleben, wie die Weine in diesen „antiken“ Gefäßen vergären und reifen.“ Also holte man sich zwei Amphoren aus Spanien (tinajas), grub sie in zwei mit Weinbergserde gefüllten Kisten ein, befüllte sie mit Riesling aus der Lenchenmulde, dichtete sie mit einer schweren Silikonscheibe und einem noch schwereren Quarzitstein ab und wartete ein paar Monate, ehe man unfiltriert und komplett restzuckerfrei abfüllte. Der Rest steht links geschrieben.

 

Bezugsquellen