La Terra Trema

Naturwein ist der radikale Gegenpol zu konventionell hergestellten Weinen – wobei es, um spezifischer zu werden, eine Antwort ist auf die industrielle, gebrandete und globalisierte Weinwelt. Naturwein versucht den Weinen Authentizität abzuringen. Naturwein blickt tief in die Vergangenheit, um diese dann zu transformieren und somit zur neuen Avantgarde zu werden. Naturwein setzt auf lokale Traditionen und lokale Rebsorten. Naturweinbewegungen grenzen sich drastisch von konventionellen Strömungen ab und besetzen die Nischen der Weinwelt – das sind nur einige Gedanken, die man von Naturweinwinzern zu hören bekommt, wenn man sie nach ihrem beruflichen Selbstverständnis fragt…. weiterlesen

slo

Kurzes Verzeichnis der diskutierten Aspekte

1. Historische Verortung und vier grundsätzliche Prinzipien

2. Biodynamische Herangehensweisen

3. Boden und Kosmos

4. Demeter

5. Die Probleme der Wissenschaft

6. Abgrenzungen zum konventionellen Weinbau

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VERORDNUNGEN, REGELN, GESETZE

DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 203/2012 DER KOMMISSION

vom 8. März 2012

zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung

(EG) Nr. 834/2007 des Rates hinsichtlich der Durchführungsvorschriften für

ökologischen/biologischen Wein

Zusammenfassung und Links:

Jahrelang war Biowein in der EU rechtlich gesehen eigentlich nur Wein aus Trauben biologischen Ursprungs. Der biologische Anbau der für die entsprechenden Weine vorgesehenen Trauben war und ist mit der EU-Verordnung VO 2092/91 geregelt. 2012 hat nun die EU-Kommission der Herstellung von Bio-Wein mit der Verordnung (EG) 889/2008 einen rechtlichen Rahmen gegeben. Diese Verordnung definiert nun offiziell und verbindlich, welche kellertechnischen, önologischen Verfahren für eine ökologische Weinbereitung zulässig sind. Weine, die dem Regelwerk entsprechend als BIO-ÖKO-Wein gekennzeichnet werden, müssen seit der Ernte 2012 mit dem EU-Bio-Logo – in Verbindung mit der Codenummer der Kontrollstelle – auf dem Etikett deklariert werden (Dominik Portune)... weiterlesen

Albert-Edelfelt-Louis-Pasteur

Bioweine und im besonderen biodynamische und Naturweine zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Verzicht üben. Im Weingarten wie im Weinkeller. Die Versuchung einzugreifen mag bisweilen durchaus vorhanden sein, ist doch das Arsenal an Manipulationsmöglichkeiten und Zusatzstoffen gewaltig – und es wird nicht kleiner. Die folgenden Artikel und Dokumente beschäftigen sich mit önologischen Verfahren und Additiva im Weinkeller, die im Wein(bau) prinzipiell erlaubt sind. Die wesentlichen Gründe, warum sie hier angeführt sind, haben vor allem damit zu tun, dass es auch darum geht aufzuzeigen, warum Winzer keine Lust haben, weiter konventionell Wein zu machen. Und warum Naturwein letztlich wesentlich authentischer ist, als industriell oder eben auch konventionell produzierter Wein. Und auch komplexer: in der Herstellung wie im Glas… weiterlesen

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Der Strohhalm, an dem sich viele Kritiker der Naturweinszene festhalten, ist die sensorische Qualität der Naturweine. Da es immer schwerer wird gegenüber den positiven Aspekten biologischer oder biodynamischer Bewirtschaftung die Nutzung von Herbiziden, Pestiziden usw., zu rechtfertigen und man abgesehen vom Thema Sicherheit keine qualitativen Gründe anführen kann, warum man z.B. Reinzuchthefen zum Gärstart einsetzen sollte, geschweige denn weiterführend Enzyme, Hefenährstoffe, Ammoniumsulfat, Ammoniumhydrongensulfit, Ascorbinsäure, Stickstoff, Casein, Gelatine, Cellulose, Hausenblase, Zitronensäure, Chitosan, Gummi Arabicum oder Polyvinylpolypyrrolidon (kein Schmäh) und was es sonst noch so gibt, versucht man sich über einen, in den letzten drei Jahrzehnten etablierten sensorischen Rahmen zu retten, der für sich genommen schon extrem fragwürdig ist und zur Beurteilung von natürlich hergestellten Weinen wenig taugt… weiterlesen

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Mazerierte bzw. orange Weine sind Weine, bei denen die Farb- und Gerbstoffe aus den Schalen weißer Trauben gelaugt werden.  Dabei ist das Grundprinzip genau das, das normalerweise bei der Rotweinproduktion angewendet wird. Die Schalen bleiben über eine gewisse Zeit mit dem Most (teilweise auch noch mit dem fertigen Wein) in Kontakt und extrahieren dabei Phenole & Co in den Wein. Wie intensiv dieser Kontakt ist liegt im Ermessen des Winzers. Die Maischestandzeiten variieren dabei zwischen ca. 3-4 Tagen und 80 oder 100 Tagen, es gibt aber auch Produzenten, die mit längeren Mazerationszeiten experimentieren… weiterlesen

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Amphoren sind im klassischen Sinne Tongefäße mit zwei Henkeln. Verwendet wurden sie vor dem Jahr 0 quasi überall im mediterranen Raum und darüber hinaus auch im Südkaukasus, wo man sich schon ein paar Jahrtausende davor daran machte Tonbottiche zu formen, um Dinge darin zu lagern. Im speziellen war das damals Wein und ist es gerade dort auch heute wieder. Der Name, den man dafür in Georgien verwendet ist Kvevri, und die Kunst und das Handwerk, die dahinterstecken, gehen weit über das hinaus, was man beizeiten in Volkshochschultöpferkursen lernen kann. … weiterlesen

Weine mit wenig bis gar keinen Sulfitbeigaben, mazerierte, orange Weine, ungefilterte, ungeschönte Weine, Weine aus Amphoren, Steinzeug, Kastanien- oder Kirschholz, spontanvergoren, ohne Temperaturkontrolle, ohne Enzymbeigaben, kurz Weine ohne dem ganzen Arsenal an (selbst im Bioweinbau oft) erlaubten Additiva fordern eine offene und unvoreingenommene Herangehensweise beim Konsumenten. Wer mehr über diverse Begrifflichkeiten oder Herangehensweisen wissen will aber keine Lust hat, ellenlange Erklärungen zu lesen (ich neige dazu) für den sind diese Texte gedacht: auf 20 Zeilen werden essentielle Faktoren in der Weinwerdung möglichst auf den Punkt gebracht… weiterlesen