fabbrica di san martino 2Die Vermentinoparzellen von Giuseppe Ferrua sind biodynamisch bewirtschaftet und erstrecken sich vom Anwesen (wer in der Nähe von Lucca eine Unterkunft sucht, sollte unbedingt in der Fabbrica absteigen) bis hinunter an die Waldgrenze. Giuseppes Rebzeilen sind isoliert (weit und breit nur Wald und Oliven) und schauen direkt in die Sonne. Das – könnte man befürchten – hat keinen negativen Einfluss auf die Struktur des Weines: der Weingarten liegt relativ hoch und ist nebenbei bestens durchlüftet von Winden, die den Apennin runterpfeifen. Zwar findet sich der Vermentino in sandigem Untergrund, doch wurzeln die alten Stöcke tief und haben folglich kein Problem, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. Insgesamt resultiert das in einem Wein, der unaufgeregt und ruhig, Substanz und Tiefe mit Saftigkeit und einer cremigen Textur verbindet. Der Alkohol ist generell gemäßigt – auch bei seinen anderen Weinen. Gelbe Fruchtnoten und Kräuternoten komplettieren das Bild.

Ps: weitere zwei bis drei Jahre im Keller schaden nicht; dann sollte man langsam daran denken, den Bianco auch zu trinken.