Domaine Matassa

10 Route d’Estagel – 66600 Calce

Tél1 : 04.68.64.10.13

http://www.matassawine.com/

matassa@orange.fr

Jahresproduktion:

Rebsorten:

Rebfläche :

Reberziehung:

Rebstockalter:

Manuelle Lese: ja/nein

Dünger:

Pflanzenschutz:

Bio-Biodynamisch zertifiziert ja/nein

Direktverkauf: ja/nein

Wohnmöglichkeit: ja/nein

Gründsätzliches zur Weingartenarbeit:

Grundsätzliches zur Kellerarbeit:

 

Tom Lubbe und Sam Harrop, beide Neuseeländer, erstanden den ersten Flecken der Domaine Matassa im Jahr 2001. Dieser Weingarten, ein ummauerter Clos mit alten Carignan Stöcken hoch oben an der Coteaux de Fenouillèdes war auch gleich namensgebend für das Weingut. Matassa ist ein altes katalanisches Wort das man ungefähr mit „Unterholz einem Wald“ übersetzen kann. Wald umgibt dann auch die Mauer, sorgt für Kühle und im Verbund mit der Höhe dafür, dass man diesen Weingarten einen guten Monat später lesen kann als tiefer gelegene. Die Stöcke selbst stehen auf Granit.

2003 kamen dann weitere 12 Parzellen (die die Basis für ein halbes Dutzend Weine bilden) dazu, viele davon etwas tiefer gelegen und teilweise auch mit weißen Rebsorten bestockt. Die Böden weiter unten sind schiefrig und umgeben von mediterranem Garrigue, die Stöcke selbst sind bis zu 100 Jahre alt. Klimatische Einflüsse kommen sowohl vom Mittelmeer wie auch von den Hängen der Pyrenäen.

Während Sam Harrop von der theoretischen Seite die Weinwelt aufarbeitete (er ist MW  und aufgrund diverser Unstimmigkeiten mit Lubbe über die Vinifizierungsmethoden im Keller vor kurzem aus dem Projekt ausgestiegen) ist Tom Lubbe die treibende Kraft in Weingarten und Keller. Observatory Vineyards in Swartland (Südafrika) und die Domaine Gauby waren die Anfänge, die zur Herausbildung eines klaren Ideenkonzepts führten, Matassa ist nun sein eigenes Baby.

Und das formt er entsprechend seinen Vorstellungen: im Weingarten verzichtet er auf jegliche systemischen Chemikalien, ist organisch zertifiziert, wobei er auch biodynamischen Prinzipien folgt. Die Erträge sind gering (ca. 3500 Kilo/ha), die Ernte erfolgt manuell in den frühen Morgenstunden in kleinen 12 Kilo Behältnissen.

Im Keller: Ganztraubenpressung mit einer alten hölzernen Korbpresse, danach wird in Fudern und Fässern (ein Drittel neu) spontan vergoren, wo sie dann auch bleiben – im Fall des Matassa Blanc für 18 Monate auf den Hefen, ohne Battonage. Alle Weine durchlaufen eine Malolaktik, vergären quasi den kompletten Zucker (der Matassa Blanc hat weniger als 0,5 g/RZ) und kommen seit dem Jahrgang 2010 ohne SO2-Beigaben aus. Die Weißweine entwickeln am Anfang ganz gerne mal leicht reduktive Noten, weshalb ihnen dekantieren gut tut, sind aber eben auch nicht für sofortiges Trinken konzipiert.