KMETIJA KLINEC
SL-515212 Dobrovo v Brdih/ Medana 20
tel. +386 530 45092
http://www.klinec.si
klinec@siol.net
Rebsorten: Rebula, Tokai, Sivi Pinot (Pinot Grigio), Verduzzo, Malvasia; Merlot, Cabernet S. Cabernet F.
Rebfläche: 6 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: nein
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Bio-Biodynamisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: ja
On the road:
BEZUGSQUELLEN

Aleks Klinec ist in Medana in der Goriska Brda zuhause und damit im Naturwein-Epizentrum des slowenisch-italienischen Grenzlandes und keltert dort Weine, die ohne Übertreibung zu den besten der beiden Hemisphären gehören. Und gleich als Warnung vorausgeschickt: sie werden – so unglaublich das für diejenigen sein mag, die ihn kennen, jedes Jahr noch besser. 2011 – kein einfaches Jahr umWeine mit Trinkfluss in die Flasche zu kriegen, kelterte eine serie, die es an Frische und Lebendigkeit mit den besten deutschen Rieslingen – also denen von Clemens Busch – hätte aufnehmen können. Gemeinsam mit Franco Terpin, Valter Mlecnik und den Cotars hat Aleks die Naturweinvereinigung „Simbiosa“ gegründet, außerdem ist er Mitglied bei „Vini Veri“.

Abgesehen von seiner teifen Menschlichkeit und seinem Witz beeindruckt Klinec durch authentische Weine, die paradigmatisch für das Potential der Brda stehen. Sauvignon Blanc – der nach seiner Ansicht nicht in die Gegend passt und nur aus Modegründen ausgepflanzt wurde – ist schon lange gerodet. Sein Sortiment umfasst Jakot (Tocai), Rebula, Malvazija, Sivi Pinot (Grauburgunder); ein Cuvée mit hauptanteilig Verduc, vinifiziert 2006, ist letztes Jahr (2015) erstmals abgefüllt worden. Zwei Rotweine ergänzen das Sortiment: der „Quela“ besteht aus 60% Merlot,30% Cabernet Sauvignon und 10% Cabernet Franc; in den besten Jahren wird zusätzlich noch der „Mora“ gewöhnlich aus 70% Merlot und 30% Cabernet Sauvignon gemacht. 

Das Weingut ist bio-zertifiziert, was ihn allerdings nicht daran hindert, gelegentlich anleihen aus der Biodynamik zu integrieren. Gelesen wird nur perfektes Material; Dabei ist er so konsequent, dass er beispielsweise den 2008er, gemeinsam mit dem 2014er der schwierigste Jahrgang der letzten Jahre, nur für den Auschank in seinem Agriturismo verwendet hat; in den Flaschen-Verkauf kam nichts.

Im Keller wird aufwändiges Nichtstun mit viel Beobachten kombiniert: Nach dem Pressen vergären die Weine spontan. Die Weißen verbleiben für ca. vier Tage auf der Maische; nur der Rebula darf fünf bis sechs Tage mazerieren. Die Rotweine liegen je nach Jahr für zwei bis drei Wochen auf der Maische. Anschließend kommen die Weißweine mit der Hefe für ein Jahr in 500 Liter-Akazienholzfässern; die Roten dürfen ins Kirschholz. Dort machen sie einen spontanen biologischen Säureabbau durch. Danach wandern sie in große Akazienholzfässer, wo sie ein weiteres Jahr reifen. Ein drittes Jahr liegen die Weine im Stahltank, wo sich Trub und Sedimente setzen. Ungeschönt und ungefiltert werden die Weine dann mit einem Gesamt-Schwefelgehalt von 25 mg/l auf die Flaschen gebracht.

Das Resultat sind äußerst finessenreiche, druckvoll-mineralische, komplexe und langlebige Weine, die für alljene die gerne maischevergorene Weißweine trinken ins Pflichtprogramm gehören.

WEINE

Gardelin  (Grauburgunder)

Jakot (Tokaj)

Rebula

Malvazija

Verduc

Quela

Mora