LITERATUR

Weinliteratur ist nicht immer langweilig oder belanglos, im Gegensatz zu Weinbeschreibungen, die es fast immer sind. Sei es nun wissenschaftliche oder historische Literatur, Bücher über Regionen, Rebsorten oder Winzer – aus fast allen lassen sich Erkenntnisse oder Anekdoten filtern, die zum Verständnis des Themas beitragen. Die besten, die ich kenne, sind hier gelistet – manche ausführlicher (vor allem, dann wenn es sich um natural wine oder Biowein dreht, also nicht allzu oft), manchmal einfach nur per Autor und Titel.

legeron n wine

LINKS

Webseiten und Blogs, die sich mit Wein beschäftigen, gibt es definitiv mehr als gute Merlots, wobei die Merlots die Nase vorne haben, wenn sich die Blogsuche vor allem auf kleine, handwerkliche Betriebe, marginalisierte Regionen, Bio- oder biodynamische Weine beschränkt. Dann kommen auch noch persönliche Präferenzen hinzu und irgendwann hat man seine paar Seiten zusammen, durch die man gelegentlich blättert. Ich bin weit davon entfernt, alle zu kennen – ein paar allerdings sind absolut empfehlenswert, vor allem dann, wenn man bereit ist, auch ein bisschen Englisch zu lesen.

Natural Wine Blogs/Links

wein-polifka (deutsch)
More than organic (englisch/französisch)
Wine Terroirs
Alice Feiring Line (englisch)
Eric Asimov (englisch)
That Crazy French Woman  (englisch)
Not drinking poison in Paris (english)
Vinosseur (englisch)
The Wine Doctor
Vinsnaturel

LICHTER DER GROSSSTADT

Man kann in Rom, Paris oder London natürlich auch andere Dinge tun, als in Naturweinbars herumzuhängen andererseits spricht auch nichts dagegen, abends statt in irgendeiner Bar am Champs Elysees, der Piazza Navona oder am Piccadilly Circus über den Tisch gezogen zu werden, im Hibiscus, Pentagrappolo oder im Le Pot de vins am Tresen zu hocken und sich durch die besten Weine des Landes zu trinken. Ein paar Bars kenne ich, die meisten nicht. Bei manchen verlasse ich mich auf das Urteil von Freunden, bei manchen auf die Weinkarte. 

rom

ROM

Der Strohhalm, an dem sich viele Kritiker der Naturweinszene festhalten, ist die sensorische Qualität der Naturweine. Da es immer schwerer wird gegenüber den positiven Aspekten biologischer oder biodynamischer Bewirtschaftung die Nutzung von Herbiziden, Pestiziden usw., zu rechtfertigen und man abgesehen vom Thema Sicherheit keine qualitativen Gründe anführen kann, warum man z.B. Reinzuchthefen zum Gärstart einsetzen sollte, geschweige denn weiterführend Enzyme, Hefenährstoffe, Ammoniumsulfat, Ammoniumhydrongensulfit, Ascorbinsäure, Gummi Arabicum oder Polyvinylpolypyrrolidon (kein Schmäh) und was es sonst noch so gibt, versucht man sich über einen, in den letzten drei Jahrzehnten etablierten sensorischen Rahmen zu retten, der für sich genommen schon extrem fragwürdig ist und zur Beurteilung von natürlich hergestellten Weinen wenig taugt.  Ein paar Ideen und Artikel zur Sensorik von Weinen…

FrancoTerpin-crop

… im Netz und in der Welt. Abgesehen davon, dass man ab 15.1.2015 über nulldosage online und direkt bei den Winzern quer durch die österreichische Bio- und Naturweinwelt (auch deutsche Kunden sind herzlich eingeladen) zum Ab-Hof-Preis + Versand einkaufen kann, gibt es auch ein paar Läden, die sich den Nischen der Weinwelt angenommen haben. Die meisten davon haben sich auf bestimmte Regionen fokussiert, ein paar wenige sind multinational aufgestellt. Das Sortiment ist meist klein, dafür allerdings auch ausgesucht und sehr oft sehr fein. In Österreich konzentriert sich die Naturweinszene (und auch die der kleinen, handwerklich arbeitenden Winzer) fast ausschließlich auf Wien, in Deutschland ist sie – wen wundert es – ein wenig breiter gestreut, im großen und ganzen aber extrem überschaubar. Die Schweiz ist, soweit ich das beurteilen kann, am besten aufgestellt, die unmittelbare Nähe zu Frankreich und Italien, wirkt sich hier zweifellos positiv aus…. zu den Shops

vincaillerie

Die besten und informativsten Artikel findet man generell in den diversen Blogs. Zudem hat sich fast jede Weinzeitschrift zumindest einmal dem Thema angenommen und damit dann auch ihre Pflicht erfüllt. Außerdem haben in den letzten paar Jahren auch diverse Zeitungen und Journalisten erkannt, dass Naturwein und seine diversen Ableger (vor allem die orange Szene) interessante Themen abgeben können. Also sind quer durch die Medienwelt entsprechend Reportagen, Kolumnen, Features, Kommentare und was es sonst noch gibt, erschienen. Manche davon sind gut, manche sehr gut, manche schreiben am Thema vorbei und viele voneinander ab – wie das halt so ist im Journalismus. Auf Facebook & Co. findet sich zwar viel Euphorie aber kaum einen interessanter Beitrag (allerdings Verweise auf interessante Beiträge anderswo), dafür unzählige Veranstaltungshinweise – von denen sich definitiv eine ganze Menge lohnen …………………….. zu den Artikeln

Zeitungen.26