Cold Facts

Farbe: weiß
Lage/Böden: nordöstliche Lage; Ponka
Rebsorte: Tokai
Pflanzdatum: 2007
Ertrag: 30hl/ha
Mazeration: ca. 7 Tage
Hefen: wilde
Ausbau: in 500 Liter Eichenfässern
Schönung: nein
SO₂ total: ca. 30mg/l
Gefiltert: nein

Dichtung: orange wie die Kittel tibetischer Mönche; danach ähnlich komplex und genauso auf der Suche nach Einfachheit; Kräuter und Orangen in der Nase und zwar in extrem präziser und puristischer Manier; am Gaumen sieht es ähnlich aus; Exaktheit und Klarheit dominieren, Kühle und Frische verstärken diesen Eindruck, dazu wird es saftig und erdig, Marillen gesellen sich dazu, alles wirkt extrem fokussiert; die Säure und das Tannin sind in perfekter Balance, einem langen Leben steht nichts im Weg. Einer der besten Weine des Jahres.

Wahrheit: Für seinen Jakot (Nandos palindromischer Gebrauch des Tokay) lasse ich alle Tokaj aus Ungarn stehen. Tokaj (slowenisch/friulanisch) scheint mir eine perfekte Rebsorte für orange Interpretationen zu sein. Die Tannine und Säure scheinen (vorausgesetzt man weiß was man tut) in perfekter Symbiose zu stehen, der Körper ist kräftig aber nie ausladend, die Aromatik komplex. Dem Wein passiert im Laufe seiner Herstellung wenig. Er wird mazeriert, mal 10 mal 20 Tage, je nach Jahrgang, landet dann in Holzfässern und ruht dann für mindestens ein Jahr, meistens etwas mehr. 31mg SO₂ kriegt er dann doch ab.