Cold Facts:

Lage/Böden: vulkanisch
Rebsorte: Garganega
Rebalter: ca.80 Jahre
Ertrag: 2000 kg/ha
Mazeration: ja, ein paar Tage
Hefen: wilde
Gärung: ohne Temperaturkontrolle
Ausbau: in großen Holzfässern
Schönung: nein
SO₂ total: kein zugesetztes SO
Gefiltert: nein

Beschreibung: Che vino! Da tritt reife, lebendige Frucht so offen zu Tage wie einst Goldminen in Mexiko, dazu kommen feine Mandelnoten und ein wenig Thymian, am Gaumen geht es komplex weiter, zu den primären Aromen kommt ein salziger Unterton dazu – imposant am Gaumen ist vor allem auch die Textur, die cremig, weich, substantiell und druckvoll ist, die Säure ist auf angenehme Weise präsent und all das wirkt präzis, lang und langlebig.

Hintergrund: Alte Garganega-Rebstöcke liefern das eine Fundament für dieses schwefelfreie Meisterwerk, vulkanischer Basalt das andere. Großer Nachteil. Viele alte Rebstöcke gibt es nicht, meistens sind es nicht mehr als zwei alte Barriquefässer, in denen der Wein seine Zeit verbringt. Deshalb herrscht chronischer Notstand und wer eine Flasche ergattert, sollte sich glücklich schätzen. Die Weingärten werden durchwegs manuell bearbeitet, die Vorgehensweise ist biodynamisch, die Lese spät, die Intervention minimal. SO₂ = quasi 0 (nichts zugesetzt)