Weingut Claus Preisinger

Goldbergstrasse 60
A-7122 Gols – Austria
Tel: 02173/ 2592
Fax: 02173/20000
wein@clauspreisinger.at
www.clauspreisinger.at

Rebsorten: CH, Weißburgunder, Grüner Veltliner; Zweigelt, Blaufränkisch, St.Laurent, Pinot Noir, CS, Merlot
Rebfläche: 19 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Schon mal einen richtig guten Weißburgunder getrunken? Richtig, richtig guten? Vermutlich nicht oder eventuell in einer verklärten Vergangenheit, die man selbst nicht mehr wirklich ernst nimmt. Nun, kurzer Rede langer Sinn, Claus Preisinger macht den besten; bei anderen Rebsorten hat man ja schnell fünf, zehn oder mehr Kandidaten auf der persönlichen Liste, beim Weißburgunder ist es er. Unumschränkt und natürlich extrem subjektiv.

Und sonst. Claus Preisinger ist jung, bio-dynamisch und gerade dabei neue Standards im Burgenland zu setzen. 19 Hektar nennt er sein eigen, nicht so wenig und wenn man davon ausgeht, dass die 19 Hektar auf 64 Parzellen verteilt sind, weiß man, dass er ordentlich herumkommt und die Ortseinfahrts- und ausfahrtsschilder von Gols vermutlich mehrmals am Tag zu Gesicht bekommt. Das hat nun Vor- und Nachteile, die Nachteile liegen auf der Hand, die Vorteile bestehen vor allem in einer erstaunlichen Vielfalt unterschiedlicher lokaler Terroirs; die mögen zwar nicht so bekannt sein wie die Weißweinlagen Niederösterreichs, gewinnen allerdings auch in der Rotweinwelt von Gols zunehmend Bedeutung und machen neben ein paar anderen Elementen die Basis seines Weinguts aus: die anderen Elemente: Blaufränkisch, Zweigelt (unglaublich aber wahr), Pinot Noir (auch so ein Meilenstein), Merlot, St. Laurent, Chardonnay, Grüner Veltliner und WEISSBURGUNDER.

Und Claus P. in persona. Entscheidungen müssen von Jänner bis Dezember gefällt werden und zwar von ihm: vieles passiert, wie er meint aus dem Bauch heraus, vieles fußt allerdings auf jahrelangen Beobachtungen seiner Umgebung. Jahrzehnte in den Weingärten prägen; man baut Beziehungen zur Flora und Fauna auf, und weiß irgendwann, warum und wie der Hase läuft.

Dieses Bewusstsein hat ihn auch letztlich dazu gebracht, das gesamte Weingut biodynamisch umzustellen, mit andern Worten, das Steinersche Gedankengut in die Tat umzusetzen. Humus, Kuh- und Hornmist werden ausgebracht, es wird reichlich und intelligent begrünt, mit dem langfristigen Ziel junge Rebstöcke alt werden zu lassen und alte Rebstöcke gesund zu halten.

Es wird spontan vergoren, und zwar vom Basiszweigelt bis zum Top-Blaufränkisch, Holz (und zwar zur Gänze gebrauchtes) ist das Ausbaugebinde und da er auf immer besseres Material aus den Weingärten zurückgreifen kann, werden auch die Eingriffe im Keller immer weniger. Die Schwefelmengen wurden im Laufe der Jahre zurückgeschraubt (der Grüne Veltliner und der Weißburgunder sind gänzlich schwefelfrei), die Weine sind ungeschönt und ungefiltert und quer durch die Bank elegant, bekömmlich, fruchtpräzis, straff und langlebig.

Claus Preisinger ist Mitglied bei den Pannobile Winzern und Respekt

Zu Besuch bei Claus Preisinger

Weine

Grüner Veltliner
Weißburgunder
Heideboden
Zweigelt
Blaufränkisch
Heideboden
St. Laurent
Pannobile
Pinot Noir
Paradigma
Blaufränkisch Bühl