Weingut Martin Muthenthaler

2010-05-19 20.16.00-1

Bachstraße 11
A – 3622 Mühldorf
http://www.weingut-muthenthaler.at
info@weingut-muthenthaler.at

Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Muskateller
Rebfläche: 3 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Martin Muthenthaler ist eine beeindruckende Ausnahmeerscheinung in der Wachau, die zwar nicht zu Unrecht stets als qualitativer Gipfel in Österreich gefeiert wird, wo sich aber in Sachen biologischer Weinbau eher wenig tut (der Nikolaihof ist als österreichweiter Vorreiter außen vor) und so bleibt es vorerst Martin Muthenthaler und seinem langjährigen Freund und Kompagnon Peter Malberg überlassen, das Potenzial dieser definitiv beeindruckenden Region jenseits des konventionellen Weinbaus auszuloten.

Muthenthaler kommt dabei eine besondere Rolle zu, liegen seine Weingärten doch im hintersten und steilsten Teil der Wachau, genauer im Spitzer Graben, wo er sich auf ein paar wenigen Hektar zur Gänze dem Grünen Veltliner und dem Riesling verschrieben hat. Der Spitzer Graben ist anders und der Teil der Wachau, wo zurzeit die mitunter spektakulärsten und elegantesten Weine der Region entstehen. Die Gründe dafür sind zahlreich: das Klima ist anders, kühler, intensiver geprägt von den einfallenden Winden des Waldviertels und der Höhe der Lagen; die Geologie stellt sich ebenfalls anders dar, im Graben regiert derSchiefer, der paradigmatische Boden für straffe und rassige Rieslinge und auch die Topografie wirkt  noch einmal steiler als draußen am Fluss.

Kurz noch ein paar Daten. Ganze drei Hektar nennt Muthenthaler sein eigen, samt und sonders biologisch bewirtschaftet, allesamt in den Steilstlagen der Bruck und Schön beheimatet, und in der Brandstatt, der ultimativen weil extrem abfallenden, Herausforderung an die Winzer. Peter Malberg hat dort mit der Restaurierung einiger Parzellen begonnen und Muthenthaler tut es seinem Freund gleich. Allerdings weiß er auch um seine Kapazitäten. Drei Hektar dieser Extremlagen sind fürs erste alles, was er allein bewirtschaften kann. Im Keller wird spontan vergoren, die Maischestandzeiten sind im Allgemeinen relativ lang, variieren allerdings verständlicherweise von Jahr zu Jahr. Bei keinem anderen Winzer stehen die Zeichen so sehr auf Aufbruch wie bei Muthenthaler; und auch wenn das alles erst der Anfang ist: schon heute ist er mit seinen subtilen, mineralischen, kompakten und feinziselierten Weinen einer der herausragenden Winzer innerhalb der insgesamt lebendigen Szene im Spitzer Graben.