Wein- & Sektmanufaktur Strohmeier

strohmeier 77

Christine & Franz Strohmeier
Lestein 148
A-8511 St. Stefan o. Stainz
Mobil Nr. Franz: +43 (0)676 3832430
Mobil Nr. Christine: +43 (0) 676 9623192
office@strohmeier.at
www.strohmeier.at

Jahresproduktion: 25000 Flaschen
Rebsorten: Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Blanc, Muskateller, Zweigelt, Blauer Wildbacher
Rebfläche: 11 ha
Manuelle Lese: ja
Dünger: kein Dünger
Pflanzenschutz: minimale Eingriffe, Experimente mit Molke statt Kupfer
Biodynamisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Im Schlagschatten der Koralpe befindet sich die Wein- und Sektmanufaktur Strohmeier. Knapp über 10 Hektar, die mit weißen Burgundersorten, Sauvignon Blanc, Muskateller und naturgemäß mit Blauem Wildbacher bestockt sind. Die Strohmeiers gehören definitiv zur Avantgarde österreichischer Naturweinmacher. Seit 2003 arbeiten Christine und Franz an dem Ziel Weine ohne jegliche Zusätze, also auch ohne Schwefel zu produzieren. Das Klima, dem sie in St. Stefan in der Nähe von Stainz ausgesetzt sind, ist illyrisch, eine Mischung aus pannonischen und adriatischen Einflüssen und bringt zum einen nicht zu knapp Regen (im Durchschnitt 1000 mm/Jahr) und kühle Winde von der Koralpe, zum anderen sorgt intensive Sonneneinstrahlung über die Vegetationsperiode von März bis Oktober für einen perfekten Reifezyklus. Die Sonne brauchen sie, bei Lagen die sich teilweise auf über 500 Meter hinausziehen.

Die Strohmeiers vinifizieren nicht unter Lagenbezeichnungen, trotzdem seien hier kurz die wesentlichsten Lagen und Böden aufgezählt: Blauer Wildbacher wächst auf knapp 5 ha in der Lestein, der Niedergrail und dem Neuberg auf Opok, sandigem Lehm und Eisen, die sich über steinharten Gneis gelegt haben. Mehr Wildbacher gibt es am auf Plattengneis am Sonnensteig und am Hohen- und Mitteregg, dort fühlt sich allerdings noch Pinot Blanc, Sauvignon Blanc, Zweigelt, Muskateller und Chardonnay wohl.

Die Tatsache, dass man es bei den Strohmeiers mit einer Manufaktur zu tun hat, lässt schon mal einiges an Interpretation zu. Hier wird mit den Händen gearbeitet (gelesen und gerüttelt), und dort wo man mit Händen nichts erreichen kann, verwendet man die Augen. Es wird viel beobachtet in den Weingärten und zudem viel gelesen. Franz kennt seine Weingärten und genug Bücher, die im Alternativen zum konventionellen Weinbau offerieren. Er experimentiert wie kaum ein zweiter – so hat er kürzlich den Schwefel im Weingarten abgesetzt und für das gleiche Ziel Molke verwendet, und setzt darauf,  aus den sich ständig verändernden Anforderungen immer mehr Wissen und Erfahrung zu ziehen.

Im Weingarten sind die wesentlichen Schritte biodynamischer Natur: die Tees und Blütenauszüge werden dabei selbst hergestellt, Hornmist und Hornkiesel werden zugekauft. Die Traubenerträge sind mit 1500 – 3000kg/ha minimal. Im Keller sieht die Palette an Interventionen noch reduzierter aus. Es wird gerebelt und/oder gequetscht, spontan vergoren, danach werden Holzfässer (225 l bei Rot- 500 l Fässer bei Weißwein) oder Stahltanks (Schilcher) befüllt und dann passiert erstmal für lange Zeit nichts. Oft geht das über Jahre so dahin, solange die Weine eben reifen. Danach wird, wenn überhaupt, geschwefelt und abgefüllt. Finito. Das alles mit dem Ziel die Weine authentisch, langlebig, strukturiert, echt und lebendig werden zu lassen.

Die Strohmeiers partizipieren bei Vinnatur und Schmecke das Leben.

Weine

Schilcher
Schilcher Sekt
Blauer Wildbacher
Karmin 3
Weiß 5
Gelb 1
Rot 4
Schwarz 1
Sauvignon Sonne
Wein der Stille

BEZUGSQUELLEN