WEINGUT ANDREAS TSCHEPPE

andreas Tscheppe2

A-8463 GLANZ 14
tel. +43(0)664 3125756
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COLD FACTS

Jahresproduktion: 10000
Rebsorten: Goldmuskateller, Gelber Muskateller, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Noir
Rebfläche: 4ha
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja, organisch
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biodynamisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

„Eigentlich hatte ich ja die Weingärten vom Vater auf der Riegersburg. Aber da hat dann einiges nicht gepasst und eigentlich wollte ich sowieso etwas bei mir machen. Dann ist erstmal einiges schiefgegangen und kurz bevor ich alles hingeschmissen habe, dachte ich mir, jetzt starte ich nochmal so richtig durch.“

Wie er das gemacht hat, kann man am besten am Krebskogel, einem eigentlich steinalten aber brachliegenden Weinberg ablesen, den erin jahrelanger Arbeit wieder rekultiviert hat. Er terrassierte den Krebskogel von oben nach unten und pflanzte auf den hochgelegenen Flächen Sauvignon Blanc, der unten inChardonnay übergeht.

Die Pflanzdichte ist hoch, der Weinberg ebenso, 580 Meter auf seiner Kuppe: „von da oben kannst du bis nach Ungarn rüberschauen.“ Von dort kommt auch das warme pannonische Klima und trocknet das nachts feucht gewordene Laub. Zudem ist der Krebskogel von einem Kastanienwald geschützt.

Er arbeitet dezidiert biodynamisch und das bringt vor allem dann etwas, wenn um einen herum nicht mehrfach im Jahr mit allem, was die systemische Chemikalienindustrie so hergibt das Bodenleben totgespritzt wird. Vielmehr begrüßt und fördert Andreas eine vitale Weingartenkultur. Hier oben am Krebskogel wächst ein Kräutermeer zwischen den Rebstöcken, die Wiese wird nur im Frühjahr einmal gemäht, Pfirsichbäume brechen die Rebreihen auf und eigentlich geht es ihm darum, „die Monokultur, die der Weinbau nun einmal ist, auszubremsen.“

Vom Langegg (wo sich sein Hof befindet), schauen wir in die Ferne, und auf einen Teil der vier Hektar, die Tscheppe bewirtschaftet. Er weiß, dass das nicht viel ist, aber „man kann auch nicht gleich von Null auf Hundert. Also kauft er zu, manchmal auch von konventionellen Winzern, meistens jedoch vom Bruder, der ebenfalls Mitglied der Gruppe ist.

Die Gruppe: das sind Andreas und Ewald, die Brüder, Roland Tauss, Sepp Muster und geographisch ein wenig entlegen, programmatisch jedoch ganz auf Linie Franz Strohmeier. Sie fungieren im Kollektiv unter dem Namen Schmecke das Leben und liest man sich durch ihr Manifest, stößt man unter anderem auf folgende Sentenzen: Schmecke das Leben ist eine Wertegemeinschaft von fünf steierischen Winzern… Ihr gemeinsamer Weg eines gemeinsamen Naturverständnisses führt sie zu einem neuen Lebensstil – einem neuen Weinstil…

Der Keller, in dem Andreas Tscheppe seine Weine vergärt, ist am Fuße des Langeggs, am Hof seines Bruders. Die Eingriffe, die sich schon im Weingarten auf das wesentlichste beschränken, nehmen im Keller nochmals ab. Das Pressen ist schonend und langsam, die Schwefelung minimal, die Temperatur wird nicht reguliert, die Vergärung ist spontan. Die Weine bleiben über Wochen, Monate und Jahre im Fass und auf der Hefe und erst wenn sie nach Andreas Befinden fertig sind, wird abgefüllt. Das kann Jahre dauern.

WEINE

Erdfass
Blaue Libelle im Shop
Muskateller maischevergoren
Salamander
Grüne Libelle
Schwalbenschwanz