Weingut Kåarriegel

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Rettenberg 97
8444 St. Andrä-Höch
Tel: +43 664 253 20 20
http://www.kaarriegel.at/

Jahresproduktion: 6000 Flaschen
Rebsorten: Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Welschriesling, Grauburgunder
Rebfläche: 2 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja, organisch
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel, Fenchelöl
Biologisch in Umstellung
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

„Der Patriarch war ein Pionier für Bioweinbau in der Steiermark“, erzählt Christof Heissenberger, während er ein paar Gläser auf den Holztisch stellt. Ganz entspannt dürfte das Verhältnis zwischen Heissenberger und dem Patriarchen, dem in der Zwischenzeit zur Legende gewordenen Franz Hirschmugl wohl nicht gewesen sein. Doch auch von Patriarchen kann man fraglos lernen. Und so setzte Heissenberger fort, was Hirschmugl begonnen hatte, freilich unter Vorzeichen, die er radikal veränderte. 2014 fand die Metamorphose auch namenstechnisch ihr Ende. Das Hirschmugl wurde vom Etikett gestrichen, auf dem jetzt Kåarriegel steht – eine von Heissenbergers Lagen. Im Zuge dessen wurden auch die etwas eigenwilligen Flaschenformen entsorgt und burgundisch ersetzt.

Die einstigen 10 Hektar schrumpften auf zwei, die sich auf dem höchsten der Sausaler Berge befinden, auf 540 Metern am Demmerkogel. Dort oben, meint Heissenberger, sei es luftig und frisch, vor allem aber sei es auch der Boden, der seine Weine speziell macht. Der ist mager und karg und besteht anders als in der restlichen Steiermark durch und durch aus Schiefer und das merkt man dann auch schnell in den Weinen. Ein Cuvée aus seinen vier Rebsorten Muskateller, Welschriesling, Sauvignon und Grauburgunder hat zwar auch ein paar florale und fruchtige Züge, im Hintergrund jedoch kommen schnell steinige und rauchige Noten durch und die Struktur ist kühl und straff.

Das mag zum einen am Boden liegen zum anderen ist die Stilistik und Struktur natürlich auch auf Christofs akribischer Arbeit per se zurückzuführen. Seit 2009 ist er alleinverantwortlich für den Weingarten und seither wurden die Erträge sukzessive reduziert (3000-5000 Kilo am Hektar, je nach Rebsorte und Jahrgang). Insgesamt kommt er auf ca. 6000 Flaschen, nicht viel, doch zum einen ist der Weinbau für ihn Nebenerwerb, zum anderen kann er derart auch so penibel wie wenig andere im Weingarten werken. Die Arbeit ist generell manuell, so arbeitet er beispielsweise mit der Sense, verwendet zur Pflanzenstärkung Fenchelöl und liest seine direkt am Stock selektierten Trauben in kleinen Lesewannen.

Die Rebstöcke haben teilweise ein beeindruckendes Alter und werden mit eigenen Edelreisern auch dort, wo es notwendig ist immer wieder nachgesetzt. Die Arbeit im Weingarten spiegelt sich dann im Keller wird. Er presst schonend und langsam, gerät nicht in Panik, wenn die Gärung sich leicht verzögert, setzt durchwegs auf eigene Hefen und schwefelt erst beim ersten Umziehen. Er klärt den Most nicht vor, filtert nicht und dort wo früher eisern auf Stahl gesetzt wurde, stellt er sukzessive auf Holz (groß und gebraucht) um. Die Weine haben neben den schon erwähnten steinig-rauchigen Noten quasi durchgehend Energie und Kraft und das obwohl sie in ein sehr kompaktes Korsett geschnürt sind. Und dann zollt Christof auch noch einer persönlicher Leidenschaft Tribut: dem Grauburgunder, der in so vielen Teilen der Steiermark Muskateller und Sauvignon weichen musste, wird bei ihm nicht nur in purezza ausgebaut sondern dankenswerterweise auch aufs Neue ausgesetzt. Und das lohnt sich allemal.

Weine

Sauvignon Blanc Junge Reben
Sauvignon Blanc Kaarriegel
Sauvignon Blanc
Kaarriegel Weiss (WR/GB/MU)

„Der Patriarch war ein Pionier für Bioweinbau in der Steiermark“, erzählt Christof Heissenberger, während er ein paar Gläser auf den Holztisch stellt. Ganz entspannt dürfte das Verhältnis zwischen Heissenberger und dem Patriarchen, dem in der Zwischenzeit zur Legende gewordenen Franz Hirschmugl wohl nicht gewesen sein. Doch auch von Patriarchen kann man fraglos lernen. Und so setzte Heissenberger fort, was Hirschmugl begonnen hatte, freilich unter Vorzeichen, die er radikal veränderte. 2014 fand die Metamorphose auch namenstechnisch ihr Ende. Das Hirschmugl wurde vom Etikett gestrichen, auf dem jetzt Kåarriegel steht – eine von Heissenbergers Lagen. Im Zuge dessen wurden auch die etwas eigenwilligen Flaschenformen entsorgt und burgundisch ersetzt.

Die einstigen 10 Hektar schrumpften auf zwei, die sich auf dem höchsten der Sausaler Berge befinden, auf 540 Metern am Demmerkogel. Dort oben, meint Heissenberger, sei es luftig und frisch, vor allem aber sei es auch der Boden, der seine Weine speziell macht. Der ist mager und karg und besteht anders als in der restlichen Steiermark durch und durch aus Schiefer und das merkt man dann auch schnell in den Weinen. Ein Cuvée aus seinen vier Rebsorten Muskateller, Welschriesling, Sauvignon und Grauburgunder hat zwar auch ein paar florale und fruchtige Züge, im Hintergrund jedoch kommen schnell steinige und rauchige Noten durch und die Struktur ist kühl und straff. 

Das mag zum einen am Boden liegen zum anderen ist die Stilistik und Struktur natürlich auch auf Christofs akribischer Arbeit per se zurückzuführen. Seit 2009 ist er alleinverantwortlich für den Weingarten und seither wurden die Erträge sukzessive reduziert (3000-5000 Kilo am Hektar, je nach Rebsorte und Jahrgang). Insgesamt kommt er auf ca. 6000 Flaschen, nicht viel, doch zum einen ist der Weinbau für ihn Nebenerwerb, zum anderen kann er derart auch so penibel wie wenig andere im Weingarten werken. Die Arbeit ist generell manuell, so arbeitet er beispielsweise mit der Sense, verwendet zur Pflanzenstärkung Fenchelöl und liest seine direkt am Stock selektierten Trauben in kleinen Lesewannen.

Die Rebstöcke haben teilweise ein beeindruckendes Alter und werden mit eigenen Edelreisern auch dort, wo es notwendig ist immer wieder nachgesetzt. Die Arbeit im Weingarten spiegelt sich dann im Keller wird. Er presst schonend und langsam, gerät nicht in Panik, wenn die Gärung sich leicht verzögert, setzt durchwegs auf eigene Hefen und schwefelt erst beim ersten Umziehen. Er klärt den Most nicht vor, filtert nicht und dort wo früher eisern auf Stahl gesetzt wurde, stellt er sukzessive auf Holz (groß und gebraucht) um. Die Weine haben neben den schon erwähnten steinig-rauchigen Noten quasi durchgehend Energie und Kraft und das obwohl sie in ein sehr kompaktes Korsett geschnürt sind. Und dann zollt Christof auch noch einer persönlicher Leidenschaft Tribut: dem Grauburgunder, der in so vielen Teilen der Steiermark Muskateller und Sauvignon weichen musste, wird bei ihm nicht nur in purezza ausgebaut sondern dankenswerterweise auch aufs Neue ausgesetzt. Und das lohnt sich allemal.

Jahresproduktion: 6000 Flaschen
Rebsorten: Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Welschriesling, Grauburgunder
Rebfläche: 2 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja, organisch
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel, Fenchelöl
Biologisch in Umstellung
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Weine

Sauvignon Blanc Junge Reben
Sauvignon Blanc Kaarriegel
Sauvignon Blanc
Kaarriegel Weiss (WR/GB/MU)